Zwei Frauen als Betreiberinnen eines Varietés? Jazzbands und Tanztees in Cafés? Die Comedian Harmonists in den Stadtsälen? Schwarze-Broadway-Künstler*innen und Leni Riefenstahl als Tänzerin im Stadttheater? Damenimitatoren in denselben Varietés in denen auch bekannte jüdische Kabarettist*innen, Volskmusikant*innen und Nationalsänger*innen auftreten? Und das alles im Innsbruck der 1920er und 30er Jahre – klingt überraschend? Ist aber tatsächlich so gewesen. Neugierig geworden? Sehr gut!
Denn diese und andere Geschichten aus dem Innsbrucker Nachtleben der Zwischenkriegszeit erzählt das Siegerprojekt der gedenk_potenziale 2026:
Der Zeitreiseführer "Schund und Sünde", der für eine aktive Gedenkarbeit und offene Erinnerungskultur konzipiert wurde.
Denn der multimediale Zeitreiseführer nimmt euch mithilfe von Postkarten, Zeitungsartikeln, Musikbeispielen, Fotografien, 3D-Rekonstruktionen von Cafés und Varietés in Form eines Hörspiels mit auf eine Reise in die Vergangenheit. Begleite die beiden Freundinnen Trude und Sarah zu den angesagten Kulturräumen ihrer Zeit, bevor die austrofaschistische Diktatur und später das NS-Regime mit einer strengen Kulturpolitik viele Auftritte verunmöglichten und manche Kunstformen untersagten.
Eine virtuelle Welt, durch das Smartphone für jede und jeden zugänglich, zusammengestellt aus aktuellen wissenschaftlichen Quellenfunden.
Wie das Projekt zu Stande kam und wie der Zeitreiseführer entstanden ist, das erzählt euch das Projektteam des Zeitreiseführers an diesem Abend.
Start: 17:00 Uhr
freier Eintritt
Das Projekt wurde gefördert vom Land Tirol Förderplattform Erinnerungskultur, der Stadt Innsbruck im Rahmen der gedenk_potenziale, dem Zukunftsfonds der Republik Österreich und der Universität Innsbruck.
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem Archiv für Bau.Kunst.Geschichte, Landesarchiv Tirol, Archiv Ferdinandeum, Mediathek, Stadtarchiv Innsbruck, Jüdisches Museum Berlin.
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